Kunst und Kultur

AKTIVITÄTEN IM BEREICH KUNST UND KULTUR

KÜNSTLICHER HORIZONT
Sichtweisen zum Wertesysten und Rollenverständnis in Kunst und Management

Die Bereiche „Kunst“ und „Management“ haben landläufig in einer nur eingeschränkten Art miteinander zu tun. Einerseits braucht Kunst zu ihrer Vermarktung und Finanzierung das Management, das als Kunstmanagement schon längst zu einer eigenen Disziplin geworden ist, anderseits sehen Unternehmen Kunst als eine soziale Kategorie, deren Förderung vorwiegend der Imagepflege dient. Die Verbindung dieser Bereiche kann aber auch in einer ganz anderen Dimension betrachtet werden, nämlich die der Eigentümlichkeiten im Arbeitsprozeß. Aus deren Vergleich und gegenseitigem refektierendem Austausch ließen sich neue Wertesysteme und Rollenverständnisse für die jeweilige Gruppe herausarbeiten.

Das Projekt – eine Forschungskooperation des Künstlerhauses und der C/O/N/E/C/T/A – ging der Frage nach, wie KünstlerInnen und MangerInnen den jeweils anderen Bereich beschreiben, welche Selbst und Fremdbilder existieren, wie Persönlichkeit mit Rollen in Einklang gebracht werden. Die Projektakteure waren auf Seiten des k/haus Doris Rothauer, auf Seiten der C/O/N/E/C/T/A Martin Carmann, Gerardo Drossos und Karl Prammer, sowie Boris Pavlekovic von Neuhimmel Consulting. Als Basis einer Auswertung und eines Hypothesenpapiers für ein Workshop mit Persönlichkeiten aus der Kunst- und Manager-Szene wurden je 10 Personen aus den Berufsgruppen Künstler, Kunstmanager, Manager und Berater interviewt.

MOPA
Model of Possible Action

The Model of Possible Action explores new strategies of social design combining knowledge of the field of sociology and change management with an artistic practice. It aims to support responsible attempts of social change, by seeking to derive materialized knowledge from system-analytic concepts that together advance the potentials of transformation processes. On the one hand this Model of Possible Action proceeds Frederick Kieslers historic “Laboratory of Design Correlation“ to a contemporary art practice that defines art not only as a mode of representation, but as an active “tool“ to procreate improvements of our social constructs. On the other hand it’s using the attitudes and tools of Karl Prammer’s TransformationManagement which is a highly effective and participation-oriented as well as low-resource attempt to accompany heavy-weight organizational development processes. The primary roots of this approach can be found in Kurt Lewin’s action research work with T-groups in his development laboratories.

Das Vorhaben wurde in einer Forschungskooperation von
Doris Krüger und Walter Pardella (Krüger&Pardella), Karl Prammer (Conecta) sowie Monika Pessler (Kiesler Stiftung) konzipiert.

WINTERKULTUR
eine Initiative des kunst/kulturforums Eichgraben

Im Rahmen des kunst/kulturforums Eichgraben, das als eine von mehreren Initiativen aus einem fünfjährigen G21-Bürgerbeteiligungsvorhaben in Eichgraben/NÖ hervorging, initiierten und betreiben Elisabeth Bruckmeier (Autorin sowie Obfrau des VVK Verein für Kunst & Kultur Eichgraben), Ursula Leutgöb (Sängerin sowie Kultur- und Integrationsaktivistin) und Karl Prammer (Organisationsforscher und -berater sowie Fachautor) seit 2011 die „winterkultour“. Entsprechend der Wortschöpfung geht es dabei um Kultur auf Tour. Jedes Jahr von Winteranfang bis Frühlingsbeginn organisiert das Trio ca. alle vier Wochen eine Kunst- bzw. Kulturveranstaltung in Eichgraben.
Jede Veranstaltung findet

  • in einem anderen Ortsteil von Eichgraben,
  • bei anderen privaten GastgeberInnen,
  • mit unterschiedlichen KünstlerInnen,
  • sowie mit einem anderen künstlerisch/inhaltlichen Fokus

 

statt.
Ziel ist das wechselseitige Kennenlernen von Kunst- und Kulturinteressierten aus unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen bzw. Personen aus Eichgraben, die bisher wenig mit Kunst- und Kultur zu schaffen hatten, einen einfachen Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen.

ECM – EDUCATING CURATING MANAGING
Universität für Angewandte Kunst Wien
MA-Masterstudienlehrgang

Der im Zweijahres-Rhythmus stattfindende zweijährige postgraduale Universitätslehrgang an “der Angewandten” in Wien will Kernkompetenzen im erweiterten Museums- und Aus­stellungs­feld vermitteln. Die Auseinandersetzung mit relevanten Theorien, die Ableitung relevanter Analysekriterien und eines passenden Vokabulars, das Realisieren eines gemeinsamen Großaustellungsprojekts, die Reflexion in der TeilnehmerInnengruppe bzw. der vertiefende Fachdiskurs mit VertreterInnen des Leitungsteams sowie mit etablierten Persönlichkeiten aus Praxis und Wissenschaft, und das Verfassen einer betreuten Master­thesis ermöglicht eine wissenschaftliche und praktische Fundierung und Professionalisierung der TeilnehmerInnen für die Konzeption und Visualisierung/Kommunikation von Vorhaben im institutionellen Kunst- und Kulturbetrieb genauso wie in der freien Szene.

Der Universitästlehrgang wurde ursprüglich vom Kunsthistoriker Dieter Bogner gegründet und betrieben. Seit 2004 setzt sich das Leitungsteam aus VertreterInnen des Vereins “schnittpunkt . ausstellungstheorie & praxis” zusammen und wird von der Kulturhistorikern Beatrice Jaschke federführend gemanagt. Dem dreiköpfigen beratenden ecm-Beirat gehört das frühere Leitungsteammitglied Renate Goebl, die Vizerektorin der Angewandten Barbara Putz-Plecko und Karl Prammer an.